OSR057 Ironie und Sommerloch

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Eigentlich ist ja Sommerpause allerorten und entsprechend wenig Meldungen liegen vor, aber wir haben uns trotzdem zusammengefunden um das Wenige in unseren Newsfächern zu besprechen. Dabei sorgt neben Elsevier (wie immer eigentlich) dieses Mal auch F1000Research für Kopfschütteln. Um den Blutdruck wieder in erträgliche Bahnen zu leiten, widmen wir uns zum Abschluss noch den Picard Management Tips. Aber hört selbst – viel Spaß!


Episode Info:
Duration 0:47:44
Recorded on 10-08-2016, Published on 11-08-2016


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Teilnehmer:
avatar Matthias Fromm Thomann Wishlist Icon Amazon Wishlist Icon
avatar Konrad Förstner

Shownotes:

Begrüßung

00:00:00

Star Trek; — Kleine Korrektur: bei dem von mir erwähnten Artikel ging es nicht generell um den Umgang von Technologie in Star Trek, sondern darum, dass Star Trek (hier: die neuen Filme, nicht die Serie) am konsistentesten mit dem Thema Zeitreise umgeht; — The Conversation Artikel dazu;.

Hausmeisterei

00:01:56

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  1. Hey, schön kurz, kann man mal eben spontan einschieben, prima.
    Matthias seine Audio-Tuning-Komptenenzen in allen Ehren, aber die Zischlaute sind echt extrem, besonders bei Konrad.
    …da ist technisch doch noch, nach wie vor, Optimierungspotential.

    Das mit den interessanten Gästen glaube ich Euch, aber Terminankümdigingen zur nächsten Folge, ähem… nunja… also. …
    … nein, ich hab nichts gesagt… 😉

  2. Das Projekt DEAL hat eine eigene Webseite https://www.projekt-deal.de/ mit weiteren Informationen. Dort wird auch eine “Open-Access-Komponente” erwähnt. Realistischerweise kann man für die mögliche Bundeslizenz etwas ähnliches wie bei dem Vertrag der niederländischen Universitäten mit Elsevier erwarten, vgl. z.B. http://wowter.net/2015/12/13/are-there-winners-and-losers-in-the-vsnu-elsevier-open-access-deal/ und dieser Vertrag ist übrigens nicht öffentlich zugänglich.

    • Hi Philipp,
      Danke für den Hinweis. Genau da liegt übrigens mein Zweifel – irgendwie traue ich der HRK nicht zu die Open Access Karte zu ziehen und mit Nachdruck durchzusetzen. Das mag voreilig und ungerecht gegenüber der HRK sein, aber mir schwant schon jetzt, dass man die Option in den Raum stellen wird, aber nicht besonders lange darauf beharren wird. Aber wir werden sehen. Ich hatte hier noch einmal kurz meine Gedanken dazu verschriftlicht: http://www.offene-wissenschaft.de/2016/08/deal-mit-elsevier/

  3. Stimmt das Gerücht, nach dem Ihr – Falls Elsevier eine Zeit lang keine neuen Skandale produziert hat – mit einer neuen Sendung immer noch so lange noch wartet, bis Elsevier dann doch noch mit neuem Ungemach Thema werden kann? 😉
    Notfalls wartet ihr ein paar Wochen, schiebt den Sendetermin noch etwas nach hinten raus, damit keine Sendung ohne die stattfindet?
    Oder ist das nur eine “Verschwörungstheorie”? 🙂

    • Die Gegentheorie, die im Raum steht: Wir arbeiten eigentlich für Elsevier und wir koordinieren mit der PR-Abteilung diese Meldungen und unsere Berichterstattung, um Elsevier in die Köpfen der Leute (durch ständiges Wiederholen tiiiiiief in das Unterbewusstsein) zu bringen. “Bad PR Is Better Than No PR”. 🙂

    • Ich verstehe ja den Teil “Falls Elsevier eine Zeit lang keine neuen Skandale produziert hat…” nicht. 😉

    • Elsevier gäbe sogar genug Material für eine Sondersendung: ‘Elsevier Awarded U.S. Patent For “Online Peer Review System and Method”’ genhttp://www.infodocket.com/2016/08/30/elsevier-awarded-u-s-patent-for-online-peer-review-system-and-method/

  4. “Ich verstehe ja den Teil “Falls Elsevier eine Zeit lang keine neuen Skandale produziert hat…” nicht. 😉”

    Ich ahnte schon beim Schreiben, daß die Stelle eine Sollbruchstelle sein könnte,
    dachte aber, ich komme damit durch 😉

    Hat wohl nicht gekappt…Mist 😉

  5. …also nochmal ein neuer Versuch:
    Egal, wie lang oder kurz die Abstände zwischen den OSR-Sendungen sind,
    Elsevier schafft es sowieso immer, noch ein Skandälchen raus zu hauen, bevor die nächste Sendung kommt…

    …seid Ihr nun *endlich* zufrieden?! 😉

  6. Ach, … falls Euer Gast mal irgendwann PMR ist: macht dem mal klar, daß seine tolle Software-Suite ohne Installation via Linux-Installer auf den jeweiligen Distris eher nerviger Fummelkram ist. Nein, ich will nicht tausend Tools installieren, alles konfigurieren und kompilieren usw.
    Ich will – je nach genutzter Distri – irgendwas wie apt-get, yast, rpm, pacman usw. benutzen.
    Oder wenigstens ein Shell-Script bekommen, das einem beim Aufsetzen den Fummelkram abnimmt…
    …ich will mich nicht in irgendwelche sprachspezifischen Tools einarbeiten (insbesondere, wenn ich die benutzte Programmiersprache grottig finde, und entsr. Tools eh nicht anfassen will).
    Im Elfenbeinturm hat man das mit den Packagemanagern viell, noch nicht mitbekommen?!

    • Ich habe gerade diese Woche das ContenMine-Tool getpapers via npm installiert und das lief glatt. Wenn Du natürlich mit “sprachspezifischen Tools” npm meinst wäre das allerdings kein Lösung für Dich. 🙂 Ich befürchte ContentMine ist leider momentan noch ein Nischenprojekt um das sich die Packet-Maintainer der Disitris noch nicht kümmern. Und selber für alle Distributionen Packages zu betreiben ist viel Aufwand, den sich ein so kleines Projekt nicht leisten kann. Ich persönlich erwarte ja auch nicht, dass es für jedes Python- oder R-Packet ein Debian-Packet gibt, sondern installiere diese mit pip bzw. install.packages/biocLite.

  7. Ähem, Konrad, ist der Anspruch von ContentMine nicht wesentlich größer, als *irgend-ein* R-Package von “Kreti und Plethi”?!
    Und ist mit PMR nicht auch ein (potentielles) Zugpferd vorhanden, das die ganze Sache boosten könnte?!
    Wenn es wenigstens ein oder zwei der größeren Distris übernehmen würden, wäre doch schon mal ein Multiplikator vorhanden.

    Wenn ContentMine durchgängig GPLized wäre (ist es wohl nicht), dann könnte man PMR auch mit RS mal zusammen setzen.
    Das wäre vermutlich recht produktiv… und schwupps-die-wupps hätte man vermutlich unter Debian Support, ein paar *.deb oder so.

    BTW: getpapers? das ist wohl mal sowas wie ein enhanced-wget.
    Interessant wird es doch erst da, wo die Daten aus den PDF’s befreit werden.
    Ich habe da konkret einen Anwendungsfall… meine bisherige Lösung, alles aus Tabellen eines PDF in Textdateien abzutippen,
    um den Tabelleninhalt in R dann nutzen zu können, ist so dermassen nervig, das schlägt jeden Pipetten-Hantierer ohne Reagenzglas-Robot (war mal ein Beispiel von Dir in einer älteren Folge) an Genervtheit um Längen 😉

    Konkret wollte ich die Wahlomat-Tabellen mit den Antworten der Parteien als csv-Tabelle haben, habe sogar mal bei der Bundeszentrale für Politische (Un-)Bildung nachgefragt.
    Die Antwort war so oberpeinlich und 80er-Jahre, daß ich irgendwo zwischen An-Kopf-Fassen, Hassmailschreiben und reisgnation endete.
    Die sind so völlig #Neuland, da habe ich garkeine Lust mehr, nochmal hin zu mailen…
    …und daß ich das NICHT benutze, um mir die Partei auszusuchen, die ich denn wählen sollte, braucht man mir nicht sagen.
    Es hatte ganz andere Hintergründe, aber was solls…

    Mal schauen, wenn ContentMine da mehr Administrationsaufwand braucht, als pdf selber zu parsen (incl. eigene PDF-Parser zu bauen, braucht ja auch Zeit) oder das von Hand einzutippen, dann ist Handarbeit wohl weiterhin “moderne Technik”.
    Naja, dann eben mit Gimp / evince gucken, und mit vim alles abtippen, … *grmpf*

  8. Ich befürchte Du überschätzt die Relevanz oder Wahrnehmung des Projektes außerhalb der Szene. Andere Erklärung wäre das CM einfach noch nicht stabil genug ist um an die Distros heranzutreten. Ich kann nur mutmaßen. Das einfachste und produktivste wäre, wenn Du das an die CM-Community heranträgst. Vielleicht ist das ja auch schon etwas im Gange. Wäre doch besser als Deine momentane Alternativlösung mit Abtippen. 🙂

    Ja, im Prinzip ist getpapers ein aufgebohrtes wget – das könnte man über apt-get und viele ander Tools auch sagen 😉 (jaja, ich weiß hat noch ein wenig mehr unter der Haube)

    • PMR hatte mal geschrieben (ich hatte das ja schon mal moniert, sprich ihn direkt mal angeschrieben), das wäre alles ganz einfach, man müsse nur folgende Tools benutzen … blah blah..
      Ist mir dann aber doch zu viel Aufwand gewesen.
      Deswegen dachte ich, ey, die OpenScienceRadio-Macher, in der Szene aktiv, können ein Wörtchen für einfache Installation der Tools einlegen.
      Ich finde ja, sowas würde die Benutzerfreundlichkeit erhöhen, weil… nicht jeder will immer Admin sein… oder Packaging machen, und sich dort extra einarbeiten, weil die Programmierer (die die Tools aber bereits kennen), das nicht machen wollen.

      Naja, ich muss janüscht abtippen, ist eh nur ein Spaßprojekt. Dann bleibt’s halt liegen, hab noch genügend andere Sachen in der Queue.
      Wer braucht schon befreite Daten? Offene Wissenschaft? Ja, vielleicht überschätzte Relevanz.
      Überschätzte Relevanz einer Minderheiten-Extravaganz 😉

    • Sollten wir PMR vors Mikrophon bekommnen, werde ich mal den Wünsch äußern. 🙂 Und ja, natürlich ist Open Science relavant und wird die Welt retten. Das weiß nur noch nicht jeder (Debian-Packet-Maintainer). 🙂

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