OSR054 Kündigt Eure Netflix Abos – Tools rund ums Schreiben und Publizieren

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Das Verfahren des wissenschaftlichen Publizierens hat sich in den vergangenen Jahren in seinen Grundzügen nicht maßgeblich verändert. Was sich allerdings erheblich verändert hat ist das Angebot an unterschiedlichen Tools die uns heutzutage für das Verfassen und Veröffentlichen wissenschaftlicher Arbeiten zur Verfügung stehen. Gemeinsam mit Katrin vom KonScience Podcast werfen wir einen Blick in die Werkzeugkiste und schauen wie der moderne Prozess rund ums Schreiben aussehen kann. Und ja, wir sprechen erst einmal nur über die Tools für den Publikationsprozess wissenschaftlicher Arbeiten und lassen die Publikation von Daten erst einmal außen vor. Das soll an anderer Stelle dann Thema sein. Viel Spaß beim Hören!


Episode Info:
Duration 1:45:43
Recorded on 13-06-2016, Published on 16-06-2016


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Teilnehmer:
avatar Matthias Fromm Thomann Wishlist Icon Amazon Wishlist Icon
avatar Konrad Förstner
avatar Katrin Leinweber Flattr Icon

Shownotes:

Begrüßung

00:00:00

Katrin Leinweber; — KonScience.de;.

Einführung in den Publikationsprozess

00:01:59

LaTeX; — Markup Language; — Editorial Manager; — eLife; — Druckfahne; — Wiley; — PDF Bearbeitung auf dem Server bei Wiley; <LINK> — ORCID;.

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  1. Prima Folge…mit vielen inspirierenden Tipps. Ein “Umschwenken” vom klassischen Worddokument-Ringelpiez kann ich mir aber nur für sehr junge und innovative Kooperateure vorstellen… dem Hinweis auf Zotero möchte ich mich noch mit Nachdruck anschließen.
    Performt meiner Meinung nach besser als das kommerzielle Endnote, hat eine prima Sync-Funktion (man kann sogar den Speicherort für Metadaten und PDF-Files splitten und die “großen PDFs auf nem eigenene OwnCloud-Server lagern).
    Pflege der Referenz-Datenbank und auch das Zitieren geht super von der Hand.

    Man kann es als AddOn in Firefox-Portable installieren und so die Ref. Datenbank auch immer auf dem USB-Stick mit sich runtragen.

    Noch ein Tipp und auch etwas Off-Topic:
    http://www.sofastatistics.com/home.php

    Ein Open-Source Statistik Programm, dass versucht, es einem etwas einfacher zu machen als andere…… hat auch das Potential kommerzielle Lösungen zumindest teilweise zu ersetzen!

    • Moin Kostja!

      Danke für den Kommentar und den Hinweis auf Sofastatistics, schau ich mir tatsächlich mal an.

      In Bezug auf Deine Skepsis was das Umschwenken auf modernere Tools angeht, kann ich mich weitestgehend anschließen. Aber ich sehe da zumindest eine Chance. Ich glaube der Schlüssel ist eine eng begleitete Einführung. Wir haben das schon in einem Forschungsprojekt gemacht wo wir Praxispartner waren und mit Nachdruck darauf gepocht haben, dass wir “modernere Tools ausprobieren”. Hat eigentlich ganz gut geklappt, aber auch bloß weil wir einen anständigen Workshop zur Einführung gemacht haben und auch danach noch länger als Support agiert haben. Ist also nicht unmöglich, aber ja, ein dickes Brett.

      Cheers,
      Matthias

  2. Apropos Markdown:

    markdown – A package for converting and rendering markdown documents inside TeX
    https://www.ctan.org/pkg/markdown?lang=en

    …wollte ich demnächst mal ausprobieren.

    Ach, übrigens, da Ihr ja viel zu LaTeX erzählt habt…
    …ich darf hier sicherlich dran erinnern, daß es den D.A.N.T.E. e.V. gibt:

    Deutschsprachige Anwendervereinigung TeX e.V.
    https://www.dante.de/

    Es gibt neben LaTeX auch noch lout. Konzeptuell anders als TeX/LaTeX,
    hat demgegenüber Vor- aber auch Nachteile, sollte man sich aber ruhig mal angeschaut haben:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Lout

    • Hm…was macht es für Dich denn “aufgebläht”? Ist halt ein Dokumentenkonverter der viele Formate unterstützt und breit einsetzbar ist. Eine Idee wäre noch, dass man sich nur Abhängigkeiten installiert die man auch nutzen will, aber sie fahren nunmal den “Schweizermesser-Ansatz” und da holst Du Dir ja nicht auch nur eine einzelne Klinge. 😉

      Aber erklär mal, vielleicht übersehe ich auch was – was ehrlich gesagt, gut möglich ist. 😉

    • Pandoc-Installsize für die Binaries: ca. 50 MiB
      Wenn man sich das selber kompilieren will: Dependencies ohne Ende, da wird das ganze noch heftiger.
      Ist wohl eine Haskell-Krankheit, habe ich den Eindruck.

      Aber LaTeX ist verglichen mit lout auch bloatig: lout: ca 1MB. Vergleich das mal mit einer brauchbaren TeX-Installation…

    • …und ich habe auch mal Ergebnisse davon gesehen – nicht selber konvertiert -, die waren auch nicht so prickelnd…

  3. …achja, die anderen Sachen, nicht nur das Binary von pandoc: ca. 2 GiB für jeweils verschiedene add-ons.
    Aber vielleicht braucht man die ja nicht für pandoc selbst.
    “haskell-pandoc-crossref”: ca. 2 GiB
    “haskell-pandoc-citeproc” ca. 2 GiB.
    Vielleicht ist das ja unnötiger Krams. Soweit ich mich erinnere brauchte man für selbr Kompilieren aber Allerlei Libs usw. mit ähnlicher Größe.

    vergleiche doch mal: ghc : ca. 1146 MiB installed size
    vs. OCaml, installed size: ca. 100 MiB.

    Mann-o-Mann.

    • Die Argumente kann ich zumindest nachvollziehen. Stören mich als jemanden der pandoc nur nutzt (und definitiv nicht selber kompiliert) aber nicht so sehr. Zumindest von der Ergebnissen habe ich bisher immer gute Erfahrungen machen können – manchmal ein bißchen config-Fleißarbeit, aber zumindest war am Ende immer ein Ergebnis da mit dem man zufrieden sein konnte. Und die Vielseitigkeit in der Anwendung hab ich bisher immer als Plus empfunden. Aber klar, wenn ‘ne Menge Libs geladen/kompiliert werden müssen, schleppt man am Ende ganz schön was bei rum. Wenn das jemanden stört, dann gibt’s da wenig gegen zu sagen. Außer vielleicht, dass es vielleicht möglich sein sollte nur ein Subset von pandoc zu kompilieren, nämlich das was man selbst nur benötigt. Aber vielleicht geht das auch schon, keine Ahnung.

      Cheers!

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